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Die Beharrlichkeit des institutionellen Modells – kritische Anmerkungen zur Entstehung, Wirkweise und Veränderungsresistenz von Institutionen für Menschen, die als behindert bezeichnet werden / Erik Weber (Philipps-Universität Marburg)
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Autor(in)

Weber, Erik

Erschienen
Juli 2024
Seitenbereich

90 - 101

Schlagwort(e)

Assistenz

De-Institutionalisierung

inklusionsorientierte Dienste

institutionelles Modell

Rehistorisierung

Selbstbestimmung

Sozialraumorientierung

totale Institution

Zusammenfsg.

Die „Institutionen der Gewalt“ (Basaglia 1980), in denen Menschen, die als behindert bezeichnet werden, leben mussten, stehen nicht erst seit den Analysen Goffmans (1973) in der Kritik. Als Ergebnis eines historischen Prozesses hat sich das institutionelle Modell etablieren können, weil die dort platzierten Personengruppen nicht mehr ‚gebraucht‘ wurden (vgl. etwa Dörner 1995), sondern als „Arbeitskraft minderer Güte“ (Jantzen 1987) angesehen wurden. Institutionen und Organisationen für Menschen mit Behinderungen haben sich seither aber gewandelt, auch weil Prozesse des De- Institutionalisierens (Weber 2008) die Lebenslagen verbessern können. Auch die UN-Behindertenrechtskonvention legt mit Artikel 19 eine starke menschenrechtsbasierte Orientierung zur Überwindung institutioneller Strukturen vor. Der Beitrag möchte fokussieren, wie trotz aller Widerstände das institutionelle Modell im Sinne des Auf- und Ausbaus inklusionsorientierter Dienste überwunden werden kann (vgl. Weber 2024).