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- Zeitsprünge : Forsc...
- Jahrgang 27 (2023)
- Heft 3-4
- Verhüllungen, Enthü...
- Autor(in)
- Erschienen
- 15. Juli 2024
- ISSN
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E-ISSN: 2751-515X
P-ISSN: 1431-7451
- DOI
- Seitenbereich
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579-609
- Zusammenfsg.
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Dieser Beitrag setzt sich zum Ziel, frühneuzeitliche Wolkenmaschinen auf den Theater- und Opernbühnen Italiens und Frankreichs aus der Perspektive der Poetik zu untersuchen. Neuere Untersuchungen zu Wolkenmaschinen haben hauptsächlich den Zusammenhang zwischen Bühnentechnologie, Naturwissenschaft, Philosophie und Kosmologie hervorgehoben. Was in diesem Beitrag im Vordergrund steht, ist das enge Verhältnis zwischen Wolkenmaschinen und Poetik. Die seit der Antike meist weiblich konnotierte Wolke wurde in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kommentaren und Kritiken der Aristotelischen Meteorologica, darunter Dante und Descartes, als Medium eingesetzt, um einerseits die Grenzen der Repräsentierbarkeit körperlicher, visueller und – wie dieser Beitrag aufzeigen möchte – poetischer Schönheit aufzuzeigen und andererseits die Unvorhersehbarkeit und Unregelmäßigkeit von Naturphänomenen, die hier unter dem Gesichtspunkt der Theatralität erforscht werden, zu thematisieren. Dieser Beitrag setzt sich insbesondere mit zwei musikalischen Aufführungen auseinander: der 1608 in Florenz aufgeführten Pastorale, Il Giudizio di Paride, des Michelangelo Buonarroti des Jüngeren und der 1654 in Paris aufgeführten Oper Le Nozze di Peleo e di Teti des italienischen Librettisten Francesco Buti. In beiden Aufführungen nimmt die Wolke die Gestalt einer produktiven Matrix an, die die mannigfaltigen poetologischen Möglichkeiten der Wolkenmaschine auf der Bühne verhandelt und vereint.