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- Zeitsprünge : Forsc...
- Jahrgang 27 (2023)
- Heft 3-4
- Vom stultus zum Ber...
- Autor(in)
- Erschienen
- 15. Juli 2024
- ISSN
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E-ISSN: 2751-515X
P-ISSN: 1431-7451
- DOI
- Seitenbereich
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362-386
- Zusammenfsg.
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Zu den zeitgenössisch populären, heute aber weitgehend vergessenen Figuren der Frühen Neuzeit zählt die Figur des Marcolfus aus dem Erzählkomplex rund um die Überlieferung des mittelalterlichen Dialogus Salomonis et Marcolfi. Aus dieser Tradition, die für Mittelalter und Beginn der Frühen Neuzeit bestens dokumentiert ist, hat sich besonders ein Strang vielfältig ausgebildet, in dessen Kern der verbale und Handlungswettstreit zwischen dem gewitzten Bauern Marcolfus und dem biblischen König der Weisheit steht. Auf das Weiterleben dieser Konstellation hat die Forschung verwiesen; wie lange sie aber lebendig bleibt, ist wenig untersucht. Der Beitrag zeigt daher Aufnahme, Ausbau und Umdeutung des Motivs von Narrheit vs. Klugheit (Untertan/Herrscher) vor allem in dramatischen Bearbeitungen des 17. und 18. Jahrhunderts, die dem ungestalten, aber redegewandten Marcolfus bemerkenswerte Emanzipationsmöglichkeiten bieten. Das rhetorische Jahrhundert baut Markolf zu Lustspielfigur und character aus, das aufklärerische findet ihn als selbstbewussten Romanhelden wieder.