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Der Flnss das Mortes führt Gold (S. 457.)
Die berühmten im J. 1797 entdeckten Goldwäschen an dem südlich strömenden, und mit dem Paraguay sich vereinigenden Cnjaba, bei der Stadt Cujaba (26 Meilen von der Mündung desselben in dem Paraguay und eben so weit östlich von Villa Bella der Hauptstadt von Matto Grosso) sollen jährlich mehr als 20 Arroben Goldes von der besten Beschaffeunheit eingebracht haben. (S. 472.) Gilb.
Die verloren gegangenen viel versprechenden Goldminen dos Martirios sucht man an dem Chingu, einem der wasserreichsten Ströme, die sich in den Amazonenfluss ergiesen. (S. 459.)
Eben so der Tapajos (S. 467.)
mehrere andere in Matto Grosso; die Quellen des Paraguay sollen auch Diamanten enthalten (S. 470.)
p143_*) In dem Dorfe Barbasinas von 200 Häusern, auf der Hälfte des Weges von Rio Janeiro nach Villa Rica, theilt sich die Strasse in die Bergwerksgegenden in zweie. Die eine geht westlicher nach St. Joao del Rey, Sabara und Cuiaba (in Matto Grosso), die andere nördlich nach Villa Rica, Marianna, Villa do Principe, Tejuco, Minas Novas und weiter (S. 384.)
p152_*) Unstreitig einerlei mit der Terra de Santo Antonio in der Nachricht, welche Herr D'Andrada währead seines Ausenthalts in Paris (in dem J. 1792.) über das Vorkommen der Diamanten in Brasilien bekannt gemacht hat (A. d. Ch. t. 15.) die im Ganzen mit denen der HH. von Eschwege und Mawe übereinstimmt, hier aber gänzlich abweicht. „Endlich, erzählt er, entdeckte gegen Ende des Jahrs 1780 eine Bande von beinahe 3000 Contrebandirer, (in Brasilien Grimpeiros genannt) in der terra (höchst. wahrscheinlich ein Druckschler, in dem daran sehr reichen Aufsatze, für Serro)de Santo Antonio Diamanten und zog aus ihr eine ungeheure Menge, wurde aber gezwungen, sie der königl. Pachtung zu überlassen [die aber nach Herrn Mawe schon 1772 ausgehört haben soll] welche sich derselben bemächtigte. Und damals bestätigte sich, was man vermuthet hate, dass die Berge die wahre Geburtsstätte der Diamanten sind. Da aber die Arbeit in den Flussbetten und an den Ufern derselben kürzer ist, sich mehr im Grossen treiben lässt und überdem grössere Diamanten giebt, so gab die Pachtung die Berge auf, und machte grosse Aulagen an dem Flusse Touchanbirnen, welcher durch die Thäler dieser Kette fliesst, deren Länge beinahe 80 Lieues beträgt. Man fand durch Nachsuchen und Aushöhlen, dass die ganze Erdlage zunächst unter der Pflanzenerde, Diamanten zerstreut in sich enthielt, in gröserer oder geringerer Men und zur Gangart fetten Quarz, feinkörnigen Saudstein, Gneiss oder Linne's tophus ferreus habe. Um die Diamanten zu gewinnen, leite man die Bäche ab, und wasche den Grand in dem Bette derselben, oder man zerbreche und zerschlage den Cascalho mit grossen Hämmern und wasche ihn in den Graben oder Wäschen (canots ou lavoirs). - Man sieht aus dem letztern, dass Herr d'Andrada sehr gut unterrichter war. Sollte also wohl, was er von den Diamanten in der Serro do St. Antonio sagt, auf Missverstand beruhen und ungegründet seyn? Und doch sagt Herr Mawe, der sich geraume Zeit unter den Beamten des Diamanten - Distrikts aufhielt, und von ihnen genaue Nachrichten einzog, kein Wort von einem solchen Vorkommen von Diamanten in der croute des montagnes und von dem grossen noch so neuen Ereigniss, dass eine Bande von dreitausend unbesugter Weise nach Diamauten Suchenden sich der Serro do St. Antonio bemächtigt habe und von der königl. Administration vertrieben worden sey, welches doch noch lebhaft in dem Andenken der Bewohner des Diamenten - Distrikts seyn müsste. Gilb.
p154_*) Herrn Mawe wurde zu Villa Rica von dem chemaligen Gonverneur des Diamanten - Distrikts eiu Beryll aus einer der Wäschereien gezeigt, welcher ein vollkommenes seitiges Prisma von 7 Zoll Höhe und 3/4 Zoll Dicke, und ganz durchsichtig, hell und fehlerfrei war. (S. 269.)
p159_*) Wahrscheinlich die kohlschwarze thonige Erde, in Brasilien Carvoeira genannt, in welcher nach Herrn Oberstlieutenant von Eschwege (Annal. 1818, St. 1. S. 101.) das Gold hauptsachlich abgelagert ist, und zwar zwischen dem Sandstein und Thonschiefer, womit indess die vorigen Nachrichten S. 131. nicht ganz übereinzustimmen scheinen. Gilb.
p162_*) Vermuthlich der Ort, wo Herr Oberstlieutenant von Eschwege im J. 1812 eine kleine gewerkschaftliche Eisenhütte angelegt hat, s. S. 126. Gilb.
p164_*) „Man sticht, erzählt Herr von Eschwege S. 46. das sogenannte taube ausgeschwemmte Lager los, trägt es in kleinen runden Trögen (garombe) auf dem Kopfe als unbrauchbar weg, weil es des Goldes nach hiesigem Sinn nur wenig enthält, man es auch nicht auszubringen versteht, fturzt die Geschiebe des alten Flussbettes besonders, und bringt nur sie, die am reichsten sind, auf die grossen breiten Waschheerde, (Mulinette) die auf der Erde stehen. Neger rühren mit Händen, Füssen und Kratzen die hineingebrachten Geschiebe dem zufliessenden Wasser entgegen, und werfen die gröbern heraus. Das in den Flussbetten häusige gröbere Gold setzt sich zu Boden, und wird hier nach und nach durch Brettchen aufgedämmt; Sand, feinere Erde und vieles feines Gold wird aber vom ablaufenden Wasser mit weggeführt. Um dieses auszufangen, sind am Ende des grossen Rührheerds neben ein
p166_*) Vergl. oben S. 121. Gilb.
p166_**) Vergl. oben S. 126. Gilb.
p167_*) Auch in den grossen Provinzen Goyaz und Matto Grosso im Inuern Brasiliens scheinen Gold und Diamanten auf ähnliche Weise als in den Provinzen Minas Geraes und St. Paul vorzukommen. In Goyaz an vielen Orten besonders feines Gold, und an einigen Stellen grosse glänzende doch minder reine Diamanten, als um Tejuco (S. 452.)
viele Zuflüsse des Paraguay (S. 468.) und
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