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Jenaer Volksblatt
Unter Vorsitz des bedeutenden Wissenschaftlers,
Unternehmers und Sozialreformers Ernst Abbe gründeten die
Mitglieder des "Freisinnigen Vereins" am 15. April
1890 die liberale Zeitung "Jenaer Volksblatt". Als
eine wichtige Zielstellung des Gründungsaktes galt es, das
konservative Zeitungsmonopol der "Jenaischen Zeitung"
zu brechen. Im September 1891 wurde die Herausgabe der Zeitung
an Bernhard Vopelius übertragen, welcher den Verlag Bernhard
Vopelius mit angeschlossener Druckerei gründete. Das
"Jenaer Volksblatt" entwickelte sich kontinuierlich
und wurde in den 20er Jahren zum Presseorgan der
"Deutschen Demokratischen Partei". Als Beilagen
dieses Blattes existierten "Altes und Neues aus der
Heimat", "Für unsere Frauen", "Das Recht
für Alle", "Illustriertes Sonntagsblatt",
"Gemeinde und Staat", "Wissenschaft und
Technik" sowie "Kriegstagebuch". Auf Betreiben
der Thüringer Gauleitung erschien am 31. Mai 1941 die letzte
Ausgabe des Jenaer Volksblatts, danach wurde die Zeitung
eingestellt. Bernhard Vopelius lehnte eine Entschädigung für
die entgangenen Einnahmen -die Auflage betrug inzwischen 10.000
Expemplare- ab und verhindert so die Abtretung des Namens des
von ihm herausgegebenen Blattes.
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